Erste Liste der Opfer des NS-Regimes
Einige Opfer des Naziterrors in Rheinberg, deren Schicksal von Heinz Janssen recherchiert wurde. (Heinz Janssen: Erinnerungen an eine Schreckenszeit, Rheinberg 1933 – 1945 – 1948)
| Familie Rothschild, Rheinberg, Gelderstr. 33
s.S. 189 bis 190 |
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| Adolf Rothschild, Viehhändler | geb.
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wurde in der Progromnacht am 9.11.1938 zusammengeschlagen, ins Gefängnis geschleppt und einige Tage später dort erhängt aufgefunden | |
| Rebecca Bertha Rothschild, geb. Süssmann
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geb. 1886 | wurde 1942 ins Ghetto Riga verschleppt,
ermordet im KZ Kaiserwald bei Riga |
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| Friedchen Rothschild, verheiratete Jakubitz | geb. 1917 | zog vermutl. 1937 zu ihrem Mann nach Berlin, ab 1941 in Jugoslawien verschollen | |
| Hilde Rothschild, verheiratete Mathias | geb. 1922 | lebte nach ihrer Hochzeit in Natzungen/Borgentreich und zog 1942 mit ihrer Familie nach Bielefeld (Beginn der Deportation?).
Seither verschollen |
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| Rudolf Rothschild | geb. 1922 | überlebte das KZ Kaiserwald/Riga,
starb nach der Befreiung an den Folgen.
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| Lane Mathias,Tochter von Hilde Rothschild | geb. 17.08.1941 | mit ihren Eltern von Natzungen/Borgentreich nach Bielefeld verzogen,
danach verschollen
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| Famile Silberberg, Rheinberg, Kaufhaus Köchling, Gelderstr. 2, (heute Deutsche Bank), wohnten zunächst in der Beguinenstr. ? , später Gelderstr. 22 s.S. 191 – 196 | |||
| Adolf Silberberg | geb. 21.05.1897 | wurde am 22.04.1942 ins Vernichtungslager Izbica deportiert und dort ermordet | |
| Alice Silberberg, geb. Herzfeld | geb. | wurde am 22.04.1942 ins Vernichtungslager Izbica deportiert und dort ermordet
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| Alfred Silberberg | geb. 26.06.1927 | wurde am 22.04.1942 ins Vernichtungslager Izbica deportiert und dort ermordet | |
| Martin Silberberg | geb. 11.11.1932 | wurde am 22.04.1942 ins Vernichtungslager Izbica deportiert und dort ermordet
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| Familie Friedemann, Orsoy, Textilkaufhaus, Egerstr. 6
s.S 197 – 206 |
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| Simon Friedemann | geb. 24.02.1872 | ermordet in Theresienstadt oder Dachau
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| Emma Friedemann, geb. Franken | geb. 27.01.1871 | ermordet in Theresienstadt oder Dachau | |
| Walter Friedemann | geb. 12.09.1899 | wurde 1942 ins Vernichtungslager (Auschwitz?)deportiert und ermordet | |
| Kurt Friedemann | geb. 13.02.1905 | ermordet im KZ Dachau
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| Irma Friedemann, geb. Mathias | geb. | wurde im Krieg verschleppt und ist verschollen
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| Thea Friedemann | geb. 10.10.1906 | ermordet in Auschwitz
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| Emma Cahn, Orsoy, Binsheimerstr. ?? s. S. 206 | |||
| Emma Cahn | geb. 1872 | wurde am 11.12.1941 ins Rigaer Ghetto verschleppt und hat den Transport wahrscheinlich nicht überlebt | |
| Pater Richard Henkes, Rheinberg, Konvikt St. Josef s.S. 211 | |||
| Pater Richard Henkes SAC | geb. | ermordet am 22.02.1945 im KZ Dachau | |
| Paul Hoenen, Rheinberg, Orsoyerstr. ? s.S. 212 | |||
| Paul Hoenen | geb. | wurde 1943 von der Gestapo inhaftiert und 1945 „auf der Flucht erschossen” | |
Wer kann hierzu was an Infos beitragen?
Wer kann hierzu Geschichten erzählen?
Beiträge erwünscht.
Liebe Grüße
Andreas Ocklenburg
Lieber Ocky,
ich freue mich, dass jetzt endlich die Stolpersteine ins Rollen kommen, nach so langer Anlaufzeit.
Wie Du vielleicht weisst, habe ich 1983 zum 50.Jahrestag der Machtübernahme in der NRZ Rheinberg eine Seite über Orsoy gemacht und in der Folge auch einige Briefe der überlebenden Mitglieder der Familie Friedemann erhalten.
Ich kann Euch diese zur Verfügung stellen-die Artikel müssten noch im Stadtarchiv liegen oder bei der NRZ-Lokalredaktion.
Viel Glück für Eure Aktion und gut, dass Du Dich engagierst!!
Uli aus der anderen Hansestadt
Der Heimatverein Rheinberg wird seine älteren Mitglieder bitten, alles zusammen zu tragen, was sie noch aus der Zeit des Nationalsozialismus und der Verfolgung Andersdenkender wissen. Damit möchten wir einen Beitrag zur Bewahrung des Wissens über die fast vergessene Zeit leisten.
Wer was weiß, bitte dieses Forum nutzen, wir melden uns dann bei Ihnen.
- In Orsoy hat es auch noch ein Ehepaar Walter Friedmann (* ca. 1899) und Elfriede Friedemann (* ca. 1906) gegeben (die Schreibweise des Nachnamens ist nicht einheitlich, es findet sich auch Fridman oder Friedmann). Beide waren während des Krieges zeitweise in der Stadt. Elfriede versuchte, mit der M.S. St. Louis (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/MS_St._Louis, auch bekannt aus dem Film “Reise der Verdammten”) in die Karibik zu entkommen. Beide wurden in Auschwitz ermordet. [Yad Vashem; Bundesarchiv].
- Thea Friedemann war mit einem Werner Schwarze verheiratet und sie hat wohl auch seinen Nachnamen getragen, sie war zudem zeitweise im spanischen Bürgerkrieg aktiv. [Yad Vashem]
- In Orsoy soll es zudem eine Rosalie Moser (gest. Theresienstadt) und eine Henriette Wolff (geb. Gottschalk, gest. Theresienstadt) gegeben haben. [Yad Vashem]
Die einzige Holocaustüberlebende aus der Orsoyer Familie Friedemann hat ein Buch veröffentlicht: Lowenthal, Herta, The life of Herta Lowenthal born Friedemann from her birth to her eighty-fifth birthday, Herzlia: Brachfeld 1997, ISBN: 965-90096-0-7
Hallo,
Ich schreibe aus Brazilien.
Ist die Familie Friedemann vom Holocaust ist Verwandte mit die Familie Friedemann aus Bad Köstritz?
Eine person von die Familie Friedemann (Karl Hermann Friedmann) ist ausgewandert nach Brasilien von Hambirg am Oktober 31, 1859, mit Franklin-Schiff.
Wenn jemand irgendwelche Neuigkeiten über die Familie Friedemann hatt, ich danke Ihnen.
Mit Freundliche GrüBen
Rúbia Friedemann
Pater Richard Henkes SAC (* 26. Mai 1900 in Ruppach, Westerwald; † 22. Februar 1945 im KZ Dachau). Seit 2003 läuft ein Seligsprechungsverfahren.
Quellen: Erzbistum Köln und Internetseiten zu Richard Henkes
Gab es in Orsoy eine aktive NSDAP Ortsgruppe?
Wer war Mitglied?
Welche Orsoyer beteiligten sich an der Pogromnacht?
Welche Familien sind noch in Besitz von geraubten jüdischen Eigentum?
War die Gaststätte “Kersken” wirklich ein Nazilokal?
Warum gedenkt man der toten Wehrmachtsoldaten am Kriegerdenkmal?
In welchen Bataillonen haben sie gedient, welche Verbrechen begingen sie im Vernichtungsfeldzug?
Hallo, ich bin ein Enkel von Simon und Emma Friedemann. Außer Herta Lowenthal haben auch mein Vater Max Friedemann, gest. 1986, und mein Onkel Paul Friedemann (Peter Franken), gest. 1990, den Holocaust in der Emigration überlebt. Von meiner Cousine Ruth Fluss habe ich soeben von der Absicht, in Orsoy Stolpersteine für die ermordeten Mitglieder meiner Familie zu verlegen, erfahren. Ich bitte um weitere Informationen.
Mit herzlichen Grüßen
André Friedemann (Berlin)